Informationen der Tripartiten Berufsbildungskonferenz vom 7. Januar 2026

Die Tripartite Berufsbildungskonferenz (TBBK) hat an ihrer Sitzung vom 7. Januar 2026 einen konstruktiven Dialog mit dem Präsidium der Kammer Fachhochschulen geführt. Zudem hat sie eine Roadmap zur Attraktivität der Berufsbildung lanciert. Dieses Thema bildet auch den Schwerpunkt des verabschiedeten Arbeitsprogramms 2026. Darüber hinaus hat die TBBK eine Standortbestimmung vorgenommen. Ausserdem hat sie den Stand der Arbeiten in den Bereichen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sowie Kommunikation der höheren Berufsbildung zur Kenntnis genommen.

 

Austausch zwischen der TBBK und den Fachhochschulen

Im Bestreben einer gesamthaften Betrachtung der Bildungslandschaft Schweiz hat sich die TBBK mit dem Präsidenten und Vize-Präsidenten der Kammer Fachhochschulen von swissuniversities ausgetauscht. Gemeinsames Ziel von Fachhochschulen und Berufsbildung ist es, die Schweizer Wirtschaft mit Fach- und Führungskräften zu versorgen. Die Komplementarität unterschiedlicher Ausbildungen macht den Erfolg des Schweizer Bildungssystems aus. Die TBBK und die Vertreter der Kammer FH diskutierten unter anderem den Einbezug der Wirtschaft in die Gestaltung von verschiedenen Ausbildungsgängen, die Bedeutung eines gesamtheitlichen Blicks auf das Bildungssystem sowie den Stellenwert der höheren Berufsbildung und der Berufsmatur. Der offene Austausch wurde von beiden Seiten sehr geschätzt. Es besteht ein gemeinsames Interesse, den Dialog fortzuführen. Die Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen ist ein wichtiges Anliegen seitens der Berufsbildung und war unter anderem Gegenstand des Dialogforums «Höhere Fachschulen» im April 2025.

Attraktivität der Berufsbildung

Das nationale Spitzentreffen der Berufsbildung vom November 2025 hat Massnahmen zur Erhaltung und Stärkung der Attraktivität der Berufsbildung verabschiedet. Diese basieren auf einer 2025 durchgeführten Sondierung. Die TBBK hat nun für die Umsetzung der Massnahmen eine Roadmap lanciert. Diese wird in die Initiative «Berufsbildung 2030» eingebettet. Sie verbindet die einzelnen Massnahmen und dient als Instrument zur Abstimmung zwischen den Verbundpartnern. Die TBBK wird die Umsetzung der Roadmap bzw. der einzelnen darin enthaltenen Projekte entsprechend den Zuständigkeiten und unter Einbezug der Akteure begleiten.

Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Die Schweizerische Konferenz für Berufs-, Studien und Laufbahnberatung (SK BSLB) plant, ihre nationale Strategie und den dazu gehörenden Aktionsplan umfassend zu überarbeiten. Dabei soll auch der vom nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung 2025 verabschiedeten Massnahme «Berufs- und Laufbahnprozess» Rechnung getragen werden. Die TBBK hat den Stand der Arbeiten zur Kenntnis genommen.

Kommunikation der höheren Berufsbildung

Das Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung sieht neben den bereits laufenden Massnahmen (z.B. Einführung der Titelzusätze «Professional Bachelor» / «Professional Master») auch Kommunikationsmassnahmen vor. In diesem Zusammenhang hat das SBFI ein Mandat vergeben für die Erhebung der Ist- und Soll-Situation in der Kommunikation zur höheren Berufsbildung. Diese Auslegeordnung soll als Grundlage dienen, um möglichen Handlungsbedarf zu eruieren und entsprechende Massnahmen abzuleiten. Die TBBK hat vom Stand der Arbeiten Kenntnis genommen.

Standortbestimmung

Die TBBK hat eine Standortbestimmung vorgenommen. Sie hat sich dafür an den Empfehlungen orientiert, die aus der Evaluation der Gremienstruktur 2024 hervorgegangen sind. Demnach funktioniert die TBBK als Gremium der Verbundpartnerschaft grundsätzlich gut. Optimierungen werden in den verschiedenen Gefässen, wie den Dialogforen, laufend vorgenommen. In Zukunft möchte die TBBK dem Einbezug weiterer Akteure noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Sie wird sich künftig jährlich in eine Region begeben, um den Austausch vor Ort zu pflegen.

Arbeitsprogramm 2026

Die TBBK hat ihr Arbeitsprogramm 2026 verabschiedet. Der Schwerpunkt liegt auf den weiteren Arbeiten zur Attraktivität der Berufsbildung. Ein weiteres Ziel ist der Dialog mit Gremien anderer Bildungsstufen und Bereiche, um das Bildungssystem insgesamt zu stärken.

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